Spanische Begriffe beim Immobilienkauf

Ley de Costas

Deutsch Küstengesetz

Bedeutung im Kaufprozess

was der Begriff regelt

Die Ley de Costas bestimmt, was an der spanischen Küste dem Staat gehört und was auf den Grundstücken dahinter erlaubt ist. Gemessen wird von der inneren Grenze des Uferbereichs landeinwärts. Für Käufer am Meer zählen vier Bereiche.

  • Öffentlicher Küstenbereich

    Ufer, Strände und Dünen gehören dem Staat (dominio público marítimo-terrestre, Art. 3); Privateigentum gibt es dort nicht (Art. 9). Die Grenze legt der Staat in einem eigenen Verfahren fest, dem deslinde. Sie geht dem Grundbuch vor (Art. 13 Abs. 1).

  • Durchgangszone

    Ein Streifen von sechs Metern ab dieser Grenze muss für Fußgänger frei bleiben (Art. 27 Abs. 1).

  • Schutzzone

    Sie reicht 100 Meter landeinwärts und kann um bis zu 100 weitere Meter erweitert werden (Art. 23). Wohngebäude sind dort verboten (Art. 25 Abs. 1 a). War das Gelände 1988 schon städtischer Boden, ist die Schutzzone 20 Meter breit (Übergangsbestimmung 3 Abs. 3).

  • Einflusszone

    Auf mindestens 500 Metern muss die Bauplanung den Schutz der Küste beachten, etwa keine geschlossenen Baufronten zulassen (Art. 30 Abs. 1).

Häuser, die vor 1988 rechtmäßig gebaut wurden und in der Schutzzone liegen, dürfen bleiben. Erlaubt sind Reparatur und Modernisierung ohne Vergrößerung; wird das Haus abgerissen, muss der Neubau die heutigen Regeln einhalten (Übergangsbestimmung 4).

Worauf Käufer achten

vor der Unterschrift

  • Wo die Grenze verläuft

    Lassen Sie Ihren Anwalt bei der Küstenbehörde des Staates (Demarcación de Costas) klären, ob und wo der deslinde für Ihren Küstenabschnitt festgelegt ist.

  • Grundbuch und Küste

    Ein Grundbucheintrag schützt nicht gegen die festgelegte Küstengrenze (Art. 13 Abs. 1). Vergleichen Sie die Grundstücksgrenzen mit dem Verlauf der Zonen.

  • Umbau in der Schutzzone

    Liegen Teile des Hauses in der Schutzzone, klären Sie vor dem Vorvertrag, welche Arbeiten dort zulässig sind. Pläne für Anbau oder Neubau sollten zu den Regeln passen.

  • Öffentlicher Zugang

    Grundstücke am Meer können mit einem öffentlichen Zugang zum Meer belastet sein (Art. 28 Abs. 1). Fragen Sie, ob ein solcher Weg über das Grundstück führt oder geplant ist.

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Quellen und Stand

woher die Angaben stammen

Rechtsstand: konsolidierte Fassungen der Gesetze und Verordnungen, abgerufen am 9. Oktober 2026. Gesetze ändern sich; prüfen Sie den Stand vor einer Kaufentscheidung erneut. Diese Seite ersetzt keine rechtliche oder steuerliche Beratung.

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